Unterkategorie von Pflaster und Verlegung

Pflasterfugenmörtel

Pflasterfugenmörtel schließt die Fuge dauerhaft und hält Unkraut, Ameisen und Auswaschung fern. Unter dem gleichen Namen stehen aber zwei sehr verschiedene Produktfamilien im Regal: wasserdurchlässiger Kunstharzmörtel für die ungebundene Bettung und zementgebundener Mörtel für die gebundene Bauweise. Diese Kategorie ordnet beide ein.

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Was in diese Kategorie gehört

In die Kategorie gehören alle gebundenen Fugenfüllungen für Pflaster und Platten:

  • Einkomponentige Kunstharzmörtel (1K), gebrauchsfertig im Eimer, härten mit Luftfeuchte aus und bleiben wasserdurchlässig.
  • Zweikomponentige Kunstharzmörtel (2K), Harz und Härter werden auf der Baustelle angemischt, höhere Festigkeit, meist für leichte bis mittlere Verkehrsbelastung.
  • Zementgebundene Pflasterfugenmörtel, Trockenmischungen zum Einschlämmen, dichten die Fuge ab und gehören zur gebundenen Bauweise.
  • Polymer-Fugensand als Zwischenlösung, die nach dem Wässern anhärtet und flexibel bleibt.

Ungebundener Fugensand und Fugensplitt als Schüttgut sind nicht Teil des Sortiments.

Worauf Sie bei der Auswahl achten

Entscheidend ist die Bettung darunter. Kunstharzmörtel liegen auf der ungebundenen Splittbettung und lassen Regen in Bettung und Tragschicht versickern. Zementgebundene Mörtel sind spröde und reißen auf einer ungebundenen Bettung; sie brauchen eine gebundene Bettung aus Drainmörtel und eine Haftbrücke. Prüfen Sie dann die Belastung: Hersteller weisen ihre Produkte nach den Nutzungskategorien N1 (begangen), N2 (Fahrzeuge bis 3,5 t) und N3 (gelegentlich bis 20 t) der ZTV-Wegebau aus. Dazu kommen Fugenbreite und Fugentiefe laut Datenblatt, die Verarbeitungstemperatur, die Verarbeitungszeit des angemischten 2K-Mörtels und der Verbrauch je Quadratmeter, der bei Kleinpflaster und breiten Fugen deutlich steigt.

Typische Einsatzfälle

Terrassen und Gartenwege mit Platten, Pkw-Stellplätze und Einfahrten mit Betonpflaster oder Klinker, Natursteinflächen mit breiten Fugen, öffentliche Wege und Plätze mit Kehrmaschinenreinigung sowie die Sanierung ausgewaschener Sandfugen im Bestand, wenn die Fläche versickerungsfähig bleiben soll.

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Häufige Fragen

Wann ist wasserdurchlässiger Fugenmörtel die richtige Wahl?

Immer dann, wenn die Fläche ungebunden aufgebaut ist und versickerungsfähig bleiben soll, etwa bei Terrassen, Wegen und Pkw-Stellplätzen. Der Mörtel verbindet die Steine untereinander, macht aus der Fläche aber keine Schwerlastfläche.

Kann ich zementgebundenen Fugenmörtel auf Splittbettung verwenden?

Davon raten Hersteller und Regelwerke ab. Zement nimmt die Bewegungen der Steine bei Frost und Radlast nicht auf und reißt. Für den zementgebundenen Mörtel setzt die ATV DIN 18318 die gebundene Bauweise mit Drainmörtelbettung und Haftbrücke voraus.

Wie lange muss die Fläche nach dem Verfugen gesperrt bleiben?

Das steht im Datenblatt des Produkts. Bei Kunstharzmörteln sind Flächen häufig nach etwa einem Tag begehbar, die volle Belastung ist nach rund einer Woche bei 20 Grad erreicht. Kälte verlängert die Zeiten.

Was ist der Unterschied zu Polymer-Fugensand?

Polymer-Fugensand ist feiner Sand mit einem Anteil Bindemittel, der nach dem Wässern anhärtet, aber flexibel und wasserdurchlässig bleibt. Er hemmt Unkraut, ist aber nicht für den Lastabtrag unter Schwerverkehr gedacht.

Vormerken

Bedarf an Pflasterfugenmörtel?

Lassen Sie sich vormerken. Wir melden uns, sobald Sie Pflasterfugenmörtel auf GaLaBau-Partner anfragen und bestellen können. Anbieter erreichen wir vorher, um Sortiment und Profil gemeinsam anzulegen.