Drainage verlegen: Tiefe, Gefälle, Vlies
Nach jedem Regen steht das Wasser tagelang auf dem Rasen, die Kellerwand ist feucht, die Pflasterfläche sackt an einer Ecke ab. Hinter solchen Bildern steckt oft Sicker- oder Schichtenwasser, das im Boden keinen Weg findet. Eine Drainage schafft ihm diesen Weg. Dieser Ratgeber zeigt, in welcher Tiefe und mit welchem Gefälle Dränrohre liegen, welches Rohr und welches Vlies passen, wo das Wasser am Ende hin darf und in welchen Schritten ein Fachbetrieb die Leitung verlegt. Grundlage ist die DIN 4095, nach der Dränungen zum Schutz von Gebäuden geplant werden.
Wann eine Drainage hilft und wann nicht
Eine Drainage sammelt Wasser, das im Boden steht oder langsam durch ihn sickert, und leitet es kontrolliert ab. Sie ist die richtige Antwort auf bindige Böden, auf Hanglagen mit Schichtenwasser und auf Flächen, die nach Regen lange nass bleiben. Die DIN 4095 setzt eine Dränung dort an, wo der Boden wenig durchlässig ist, als Anhaltswert nennt sie einen Durchlässigkeitsbeiwert von höchstens 10-4 m/s.
Zwei Situationen löst eine Drainage nicht. Steht ein Gebäude im Grundwasser, hilft kein Rohr, dann ist eine Abdichtung gegen drückendes Wasser nötig, und ein Dränrohr würde dauerhaft Grundwasser fördern. Und Oberflächenwasser, das über Pflaster oder Terrasse läuft, gehört nicht in die Drainage, sondern in Rinnen oder Abläufe. Entwässerungsrinnen sind in der DIN EN 1433 mit Belastungsklassen von A 15 für Gehwege bis F 900 für Flughäfen geregelt, für Einfahrten und Höfe sind B 125 bis C 250 üblich.
Ein einfacher Sickerversuch klärt die Ausgangslage. Heben Sie an der nassen Stelle ein Loch von etwa 50 cm Tiefe aus, füllen Sie es mit Wasser und beobachten Sie, wie schnell es fällt. Steht das Wasser nach mehreren Stunden noch, hält der Boden es fest, und eine Drainage bringt etwas. Fällt es zügig, liegt die Ursache eher in Gefälle, Verdichtung oder zulaufendem Oberflächenwasser.
Soll das gesammelte Wasser auf dem Grundstück bleiben und versickern, ist die Drainage nur der erste Teil des Systems. Wie der zweite Teil aussieht, steht im Ratgeber Rigole: Aufbau, Dimensionierung, Kosten.
Was die DIN 4095 vorgibt
Für Dränungen an und unter Gebäuden gilt die DIN 4095 „Dränung zum Schutz baulicher Anlagen; Planung, Bemessung und Ausführung", Ausgabe Juni 1990. Die Norm wird derzeit in eine dreiteilige Reihe überführt. Teil 1 ist im Juni 2026 als DIN 4095-1:2026-06 „Baugrund, Einwirkungen auf erdberührte Bauteile durch Wasser im Baugrund und Dränung zum Schutz der Bauteile, Teil 1: Begriffe und Wassereinwirkungen" erschienen und ersetzt die Ausgabe von 1990 teilweise. Für Planung, Bemessung und Ausführung, also für alle Kennwerte in diesem Ratgeber, bleibt die DIN 4095:1990-06 maßgebend, bis die Teile 2 und 3 vorliegen. Für Gartendrainagen ohne Gebäudebezug ist die Norm nicht verbindlich, ihre Kennwerte sind aber der Maßstab, an dem sich Fachbetriebe orientieren.
Kennwerte der DIN 4095 im Überblick
- Gefälle der Dränleitung mindestens 0,5 Prozent
- Regelnennweite der Dränleitung DN 100
- Wassereintrittsfläche des Rohrs mindestens 20 cm² je Meter
- Filterstabiler Aufbau, damit keine Bodenteilchen das Rohr zusetzen (Kiesfilter plus Filtervlies)
- Mineralische Ummantelung des Rohrs am Fußpunkt mindestens 30 cm dick
- Kontrollrohre DN 100 an Richtungsänderungen, Spülrohre DN 300 in Abständen von höchstens 50 m
Tiefe: wie tief die Drainage liegen muss
Die Tiefe hängt davon ab, was die Drainage schützen soll.
Gebäudedränung. Die Ringdränung liegt neben dem Fundament, so tief, dass die Rohrsohle unter der Oberkante der Bodenplatte liegt. Die DIN 4095 nennt am Hochpunkt mindestens 20 cm, der Rohrscheitel darf dabei nie über der Oberkante der Bodenplatte liegen, und ein Aufstau von mehr als 20 cm über der Rohrsohle ist nicht zulässig. Zugleich darf das Rohr nicht tiefer als die Fundamentsohle liegen, sonst wird das Fundament unterspült. In der Praxis heißt das, dass die Drainage am Fuß der Kellerwand auf Höhe des Fundamentabsatzes läuft, mit einer Kiesummantelung von mindestens 30 cm.
Gartendrainage. Für Rasen, Beete und Pflasterflächen ohne Gebäudebezug empfehlen Praxisquellen Grabentiefen von 60 bis 80 cm, damit die Leitung unterhalb des Wurzelbereichs und möglichst unter der Frostgrenze liegt. Bei reinen Rasenflächen mit oberflächennahem Stauwasser reichen oft 30 bis 50 cm. Unter Pflaster liegt das Rohr unter dem gesamten Aufbau aus Tragschicht und Bettung, damit es beim Verdichten nicht beschädigt wird. Wie dieser Aufbau aussieht, zeigt der Ratgeber Pflastersteine verlegen.
Bei Flächendrainagen werden mehrere Stränge parallel oder im Fischgrätmuster verlegt und an eine Sammelleitung angeschlossen. Praxisquellen nennen Strangabstände von höchstens 5 m, bei schweren Böden enger.
Gefälle: 0,5 Prozent sind das Minimum
Die DIN 4095 verlangt mindestens 0,5 Prozent Gefälle, also 5 mm je Meter. Fachbetriebe verlegen in der Regel mit 1 bis 2 Prozent, weil sich das Rohr bei stärkerem Gefälle besser selbst freispült und kleine Unebenheiten der Sohle weniger ins Gewicht fallen. Unter 0,5 Prozent bleiben Sedimente liegen, und die Leitung setzt sich über die Jahre zu.
Das Gefälle läuft immer vom Hochpunkt zum Ablauf. Deshalb steht am Anfang jeder Planung die Frage, wo der tiefste Punkt liegt und wohin das Wasser dort abfließen kann. Auf langen Strecken ergibt sich schnell ein beachtlicher Höhenunterschied, bei 30 m und 1 Prozent liegt das Rohr am Ende 30 cm tiefer als am Anfang. Zum Prüfen dienen Schlauchwaage, Rotationslaser oder eine Latte mit Wasserwaage und Gefällekeil.
Rohr, Vlies und Kies auswählen
Drainagerohr: Teilsicker, Vollsicker oder Mehrzweck
Dränrohre unterscheiden sich darin, wo das Wasser eintritt. Teilsickerrohre haben Schlitze im oberen Bereich, etwa zwei Drittel des Umfangs, und eine geschlossene Sohle. Sie sind der Standard an Gebäuden und im Verkehrswegebau, weil das gesammelte Wasser in der geschlossenen Sohle abfließt und nicht wieder austritt. Vollsickerrohre sind rundum geschlitzt und nehmen von allen Seiten Wasser auf, sie eignen sich für Flächendrainagen im Garten und für Sickerstränge. Mehrzweckrohre liegen mit einer Schlitzung über etwa ein Drittel des Umfangs dazwischen.
Das gelbe, gewellte Rohr von der Rolle ist in der DIN 1187-1:2024-07 geregelt, die die alte DIN 1187 von 1982 abgelöst hat. Diese Rohre sind für die Regelung des Bodenwasserhaushalts gedacht, also für Landwirtschaft, Garten- und Landschaftsbau und Sportplätze. Für die Gebäudedränung sind Rohre nach DIN 4262-1 vorgesehen, meist als steifere Stangenware, weil die DIN 4095 eine geradlinige Verlegung mit durchgehendem Gefälle verlangt, die sich mit Rollenware nicht sicher herstellen lässt. Die Regelnennweite ist in beiden Fällen DN 100, die Wassereintrittsfläche muss nach DIN 4095 mindestens 20 cm² je Meter betragen.
Filtervlies: um den Kies, nicht um das Rohr
Das Vlies hat eine einzige Aufgabe. Es hält Feinteile des Bodens zurück, lässt Wasser aber durch. Dafür wird der ganze Graben mit Vlies ausgekleidet und die Kiespackung darin eingeschlagen. Ein Vlies, das nur eng um das Rohr gewickelt ist, setzt sich schnell mit Feinstteilen zu, weil die gesamte Filterwirkung auf wenigen Quadratzentimetern hängt.
Geotextilien werden in Geotextilrobustheitsklassen von GRK 1 bis GRK 5 eingeteilt. Für Drainagen sind Filtervliese mit rund 150 bis 200 g/m² üblich, das entspricht etwa GRK 3, die auch für Straßen- und Parkflächen empfohlen wird. Dünnere Vliese aus dem Teichbau reißen beim Einbau des Kieses leicht ein.
Kies: gewaschen und grob
Die DIN 4095 zeigt in ihrem Ausführungsbeispiel eine Kiespackung 8/16 mm um das Rohr, in der Praxis ist gewaschener Rundkies 8/16 oder 16/32 mm üblich. Er ist druckstabil, hat große Hohlräume und enthält keine Feinteile, die das Rohr zusetzen. Ungewaschener Kies oder Recyclingmaterial mit Sandanteil sind für die Kiespackung ungeeignet, so günstig sie auch sind.
Material und Werkzeug für eine Gartendrainage
- Dränrohr DN 100 (Vollsickerrohr für Flächen, Teilsickerrohr am Gebäude), Muffen, Bögen, T-Stücke, Endkappen
- Filtervlies 150 bis 200 g/m² in Grabenbreite plus Überlappung
- Gewaschener Kies 8/16 oder 16/32, grob 0,25 bis 0,35 m³ je laufenden Meter Graben bei 40 cm Breite und 60 bis 80 cm Kiesfüllung
- Kontrollschacht oder Spülschacht DN 300, Sickerschacht oder Rigolenelemente am Ablauf
- Minibagger oder Grabenfräse, Schaufel, Spaten, Schubkarre
- Schlauchwaage oder Rotationslaser, Richtschnur, Wasserwaage, Rohrschneider oder Fuchsschwanz
Drainage verlegen in acht Schritten
- Verlauf und Ablauf festlegen. Markieren Sie den Verlauf mit Schnur oder Markierungsspray, vom Hochpunkt zum tiefsten Punkt. Klären Sie vorher, wohin das Wasser dort abfließen darf, in einen Sickerschacht, eine Rigole oder mit Zustimmung der Kommune in den Kanal. Fragen Sie Leitungspläne für Strom, Gas, Wasser und Telekommunikation ab.
- Graben ausheben. Übliche Breite sind 30 bis 40 cm, die Tiefe richtet sich nach dem Abschnitt oben. Ab wenigen Metern Länge lohnt ein Minibagger, wie Sie ihn mieten und was er kostet, steht im Ratgeber Minibagger mieten. Aushub getrennt lagern, Mutterboden kommt später wieder obenauf.
- Sohle mit Gefälle herstellen. Ziehen Sie die Sohle glatt und prüfen Sie das Gefälle über die ganze Länge. Mulden und Gegengefälle sind hier noch einfach zu beheben, später nicht mehr. Bei sehr weichem Boden hilft eine dünne Ausgleichsschicht aus Kies.
- Vlies auslegen. Das Vlies wird über die gesamte Grabenbreite eingelegt, mit so viel Überstand an beiden Seiten, dass es später über der Kiespackung mit mindestens 20 bis 30 cm Überlappung geschlossen werden kann. Stöße in Längsrichtung ebenfalls überlappen.
- Kiesbett einbringen und Rohr verlegen. Zuerst rund 10 cm Kies als Auflager, darauf das Rohr. Bei Teilsickerrohren zeigen die Schlitze nach oben, die geschlossene Sohle nach unten, die Kennzeichnung auf dem Rohr hilft. Verbindungen mit Muffen stecken, das Rohrende am Hochpunkt mit einer Kappe schließen oder als Spülöffnung hochführen.
- Schächte setzen. An jeder Richtungsänderung und am Hochpunkt gehört ein Kontroll- oder Spülschacht hin, an langen Strängen spätestens alle 50 m. Über die Schächte lässt sich die Leitung später spülen und der Wasserstand kontrollieren.
- Mit Kies auffüllen und Vlies schließen. Kies seitlich und über dem Rohr einbringen, bis die Ummantelung rundum mindestens 30 cm dick ist, dann das Vlies über der Kiespackung überlappend schließen. Erst danach kommt Aushub oder Mutterboden darauf.
- Anschluss herstellen und Probelauf machen. Ablauf an Sickerschacht, Rigole oder Kanal anschließen. Liegt der Anschluss unter der Rückstauebene des Kanals, verlangt die DIN 1986-100 eine Rückstausicherung. Vor dem endgültigen Verfüllen Wasser am Hochpunkt einleiten und am Ablauf prüfen, ob es frei ankommt.
Häufigster Fehler: Das Rohr wird direkt in den Aushub gelegt, ohne Kiespackung und ohne Vlies um den Kies. Feinteile wandern in die Schlitze, nach drei bis fünf Jahren führt die Leitung kein Wasser mehr, und der Graben muss komplett neu aufgemacht werden. Der Kies und das Vlies sind die Drainage, das Rohr ist nur der Abfluss.
Weitere typische Fehler, die Fachbetriebe bei der Sanierung alter Drainagen vorfinden:
- Gegengefälle auf Teilstrecken. Das Wasser bleibt in der Mulde stehen, Sediment setzt sich ab, die Leitung versandet von dort aus.
- Kein Ablauf. Die Drainage endet im Boden. Ohne Sickerschacht, Rigole oder Kanalanschluss staut das Wasser im Rohr, und die Leitung wirkt wie ein Speicher statt wie ein Abfluss.
- Keine Schächte. Ohne Spülmöglichkeit lässt sich eine zugesetzte Leitung nicht reinigen, nur ausgraben.
- Gelbes Rollenrohr am Keller. Für die Gebäudedränung sind steifere Rohre nach DIN 4262-1 vorgesehen. Das flexible Rohr aus dem Gartenbau lässt sich dort nicht geradlinig im Gefälle verlegen und ist für die Gebäudedränung nicht vorgesehen.
Was eine Drainage kostet
Das Material ist überschaubar. Dränrohr DN 100 kostet je nach Ausführung grob 1 bis 5 Euro je Meter, Filtervlies ab rund 0,50 Euro je Quadratmeter, gewaschener Kies 16/32 etwa 14 bis 30 Euro je Tonne ab Werk, dazu Schächte und Formstücke. Den größeren Block machen Aushub, Einbau und Abfuhr aus. Öffentliche Kostenportale nennen für eine vom Fachbetrieb verlegte Gartendrainage rund 50 bis 100 Euro je laufenden Meter, für einen kompletten Graben mit Rohr, Vlies, Kiespackung und Gefälle 100 bis 150 Euro und für Gebäudedränungen mit Freilegen der Kellerwand deutlich mehr. Alle Werte sind grobe Orientierung, regionale Angebote weichen stark ab, Preistreiber sind Tiefe, Bodenart, Zugänglichkeit für den Bagger und die Entsorgung des Aushubs.
Wann Sie einen Betrieb beauftragen sollten
Eine Flächendrainage im Garten mit klarem Gefälle und einem Sickerschacht am Ende ist mit Minibagger und zwei Personen an einem Tag machbar. Sobald das Gebäude im Spiel ist, sieht das anders aus. Beim Freilegen einer Kellerwand geht es um Abdichtung, Dämmung, Standsicherheit der Baugrube und die Frage, ob überhaupt eine Drainage oder eine Abdichtung gegen drückendes Wasser nötig ist. Diese Entscheidung sollte ein Fachbetrieb oder ein Sachverständiger anhand eines Bodenaufschlusses treffen, nicht der Katalog des Baumarkts.
Ein Betrieb lohnt sich außerdem, wenn die Drainage an den öffentlichen Kanal soll, weil dann Antrag, Rückstausicherung und Abnahme dazukommen, wenn große Flächen oder ein Hang zu entwässern sind und wenn der Ablauf in eine Rigole führt, die nach DWA-A 138-1 bemessen werden muss.
Häufige Fragen
Wie tief muss eine Drainage im Garten liegen?
Für Rasen, Beete und Pflasterflächen ohne Gebäudebezug empfehlen Praxisquellen Grabentiefen von 60 bis 80 cm, damit die Leitung unter dem Wurzelbereich und möglichst unter der Frostgrenze liegt. Bei reinen Rasenflächen mit oberflächennahem Stauwasser reichen oft 30 bis 50 cm. Am Gebäude läuft die Ringdränung auf Höhe des Fundamentabsatzes, die Rohrsohle liegt nach DIN 4095 unter der Oberkante der Bodenplatte, aber nie tiefer als die Fundamentsohle.
Welches Gefälle braucht ein Drainagerohr?
Die DIN 4095 verlangt mindestens 0,5 Prozent, also 5 mm je Meter. Fachbetriebe verlegen meist mit 1 bis 2 Prozent, weil sich die Leitung dann besser selbst freispült und kleine Unebenheiten der Grabensohle weniger ins Gewicht fallen. Das Gefälle läuft durchgehend vom Hochpunkt zum Ablauf, Gegengefälle auf Teilstrecken ist der häufigste Grund für versandete Leitungen.
Kommt das Vlies um das Rohr oder um den Kies?
Um den Kies. Der ganze Graben wird mit Filtervlies ausgekleidet, die Kiespackung mit dem Rohr darin eingebettet und das Vlies oben überlappend geschlossen. So filtert die gesamte Grabenoberfläche die Feinteile des Bodens heraus. Ein Vlies, das nur eng um das Rohr gewickelt ist, setzt sich schnell zu, weil die Filterwirkung dann auf wenigen Quadratzentimetern hängt.
Wohin darf das Drainagewasser abfließen?
Auf dem eigenen Grundstück in einen Sickerschacht oder eine Rigole, sofern der Boden dort versickerungsfähig ist und die wasserrechtlichen Vorgaben des Bundeslandes eingehalten werden. Ein Anschluss an den öffentlichen Kanal ist nur mit Zustimmung der Kommune zulässig, viele Gemeinden lehnen Dränwasser im Kanal ab. Liegt ein Kanalanschluss unter der Rückstauebene, verlangt die DIN 1986-100 eine Rückstausicherung. Ein Drainagerohr, das einfach im Boden endet, staut das Wasser statt es abzuleiten.
Teilsickerrohr oder Vollsickerrohr, was ist der Unterschied?
Ein Teilsickerrohr hat Schlitze im oberen Bereich und eine geschlossene Sohle. Das Wasser tritt oben ein und fließt unten ab, ohne wieder auszutreten, deshalb ist es der Standard am Gebäude und im Verkehrswegebau. Ein Vollsickerrohr ist rundum geschlitzt und nimmt von allen Seiten Wasser auf, es eignet sich für Flächendrainagen im Garten und für Sickerstränge. Für die Gebäudedränung sind Rohre nach DIN 4262-1 vorgesehen, das gelbe Rollenrohr nach DIN 1187-1 ist für Garten, Landwirtschaft und Sportplätze gedacht.
Hinweis: Die genannten Kennwerte stammen aus der DIN 4095:1990-06 und der DIN 4095-1:2026-06, der DIN 1986-100:2016-12 (eine Neuausgabe ist für November 2026 angekündigt), der DIN 1187-1:2024-07, der DIN 4262-1:2024-07, der DIN EN 1433:2005-09 sowie aus Herstellerunterlagen und öffentlichen Kostenportalen (Stand September 2026). Verbindlich sind die Planung im Einzelfall, die Angaben im technischen Datenblatt des konkreten Produkts und die Vorgaben der zuständigen Behörde.


